Ravens gewinnen Super Bowl XLVII!

Die Baltimore Ravens hatten trotz zwischenzeitlicher 22 Punkte-Führung große Schwierigkeiten mit den 49ers und setzten sich in einer dramatischen und spannenden Super Bowl gerade noch mit 34-31 durch!

Verfasst am 04.02.2013 um 04:46
von Redaktion (@NFLCrush)

Joe Flacco wurde zum MVP der Super Bowl XLVII gewählt. (Foto © Allen Kee / ESPN Images)

Zum zweiten Mal in der Geschichte heißt der Super Bowl Champion Baltimore Ravens. Nach 2001 sicherten sich die Ravens - und damit auch Legende Ray Lewis - die Vince Lombardi Trophy. Das Match hatte aber mehr als nur Dramatik zu bieten, praktisch alles was das Footballherz begehrt gab es zu sehen. Das Duell der Harbaugh-Brüder welches an den älteren John ging, ein Stromausfall der für Überlänge sorgte, Ray Lewis mit seiner mittlerweile bestens bekannten Geschichte, ein großes Comeback der 49ers, der selbsternannte Elite-Quarterback Joe Flacco - der nun als MVP vielleicht wirklich in der Elite angekommen ist - und auch eine Schiedsrichterentscheidung, die zumindest für Diskussionsstoff sorgt. Um nur einige Punkte zu nennen.

Auf jeden Fall war es ein Spiel mit zwei Gesichtern. Die Ravens hatten dabei den deutlich besseren Start. Während die 49ers ihre Drives nicht zu Ende spielen konnten und sich in der gesamten ersten Hälfte mit zwei Field Goals zufrieden geben mussten, zeigte sich Baltimore eiskalt. Sie nutzen ihre Chancen, es kamen ihnen aber auch die Fehler der Niners entgegen, die zwei Turnovers in Folge produzierten und vor allem in der Secondary einige üble Lücken offenbarten. Und ehe man sich versah, gingen die Ravens mit einer 21-6 Führung in die Halftime.  Joe Flacco warf drei Touchdowns, jeweils zu Anquan Boldin, Dennis Pitta und Jacoby Jones.

Danach sollte eine gaaanz lange Pause in zwei Etappen folgen. Zunächst die Halftimeshow , die von der ersten Sekunde an nach „Nippelgate“ roch und dann ein sicher bald legendärer Stromausfall.

Dazwischen wurde aber kurz gespielt und da sollte man den unglaublichen Auftritt von Jacoby Jones nicht verheimlichen, der gleich mal den Kickoff 108 Yards weit direkt in die 49ers-Endzone retournierte. Der längste Kickoff-Return der Super Bowl Geschichte! Damit war eine 22 Punkte Führung für die Ravens hergestellt, die eine Vorentscheidung bedeuten hätte können.

Hätte, denn dieser Paukenschlag zu Beginn des dritten Quarters erschütterte den Mercedes Benz Superdome wohl so sehr, dass der Strom und damit auch das Licht ausging. 34 Minuten dauerte die unfreiwillige Pause, die den Ravens den Schwung aus dem Spiel nahm und San Francisco wieder in die Partie zurückbrachte.

Als die Lichter wieder leuchteten waren die 49ers hellwach, führten den ultimativen Momentum-Change herbei und scorten Punkt um Punkt. Michael Crabtree nach  Kaepernick-Pass und Frank Gore mit einem Sechs-Yard-Lauf und schon stand es nur mehr 28-20. Ein Fumble von Ray Rice sorgte für noch mehr San Francisco Auftrieb, auch wenn nur ein Field Goal daraus resultierte (wofür David Akers aber zwei Versuche brauchte und das 49ers-Kicker-Problemfeld wieder offenbarte). Unterbrochen von einem Field Goal der Ravens, besorgte Colin Kaepernick mit einem seiner berüchtigten Läufe den Spielstand von 31-29. Der Versuch einer Two-Point Conversion misslang den 49ers allerdings und anstelle des Ausgleichs erhöhte Ravens-Kicker Justin Tucker wieder auf 34-29.

Es war alles für eine spannende Schlussphase angerichtet und diese sollte auch turbulent werden. Die Niners brachten sich wieder in Position, Colin Kaepernick warf im vierten Versuch in die Endzone, doch Michael Crabtree wurde empfindlich an einem Catch gehindert. Die potentielle Flag blieb aus, eine Entscheidung, über die sicher noch diskutiert werden wird. Damit war die Sache nämlich gegessen, Baltimore lief Zeit von der Uhr und Punter Sam Koch nahm einen Saftey hin, wodurch der Endstand von 34-31 hergestellt war, da die 49ers mit den dadurch verbleibenden vier Sekunden nichts mehr ausrichten konnten.

Ein denkwürdiges Spiel ging somit an die Baltimore Ravens. Gegen die San Francisco 49ers, die nicht die Top-Leistung wie schon in den Playoffs gesehen abrufen konnten, aber auch nicht wirklich schlechter waren. Es war knapp und sehr spannend. Und erneut große Werbung für diesen Sport.

Scoring Summary:

1. Quarter
7-0 | TD Anquan Boldin, 13-Yard-Pass Joe Flacco (10:42)
7-3 | FG David Akers, 36 Yards (4:03)

2. Quarter
14-3 | TD Dennis Pitta, Ein-Yard-Pass Joe Flacco (7:15)
21-3 | TD Jacoby Jones, 56-Yard-Pass Joe Flacco (1:45)
21-6 | FG David Akers, 27 Yards (0:03)

3. Quarter
28-6 | TD Jacoby Jones, 108-Yard-Kickoff-Return (14:49)
28-13 | TD Michael Crabtree, 31-Yard-Pass Colin Kaepernick (7:28)
28-20 | TD Frank Gore, Sechs-Yard-Lauf (5:05)
28-23| FG David Akers, 34 Yards (3:10)

4. Quarter
31-23 | FG Justin Tucker, 19 Yards (12:57)
31-29 | TD Colin Kaepernick, 15-Yard-Lauf (9:57) - Two-Point Conversion misslungen
34-29 | FG Justin Tucker, 38 Yards (4:23)
34-31 | Safety San Francisco, Sam Koch lief aus eigener Endzone (0:11)

MVP:
Joe Flacco (22/33, 287 YDS, 3 TD)

Diesen Artikel kommentieren:

Empfehlungen