Es sieht nicht gut aus in Oakland

Vier Niederlagen gleich zum Saisonstart lassen die Raiders nicht nur als eines der schlechtesten Teams der Liga dastehen, sie kosteten nun auch Head Coach Dennis Allen den Job.

Verfasst am 30.09.2014 um 14:27
von Thomas Gratzer

Dennis Allen musste in Oakland seinen Hut nehmen. (Foto © Diverse)

Nach dem katastrophalen Saisonstart (0-4) feuerten die Oakland Raiders telefonisch ihren Headcoach Dennis Allen. Obwohl ihm angeblich eine Jobgarantie bis zur 11. oder 12. Woche ausgesprochen wurde, muss er nun bereits nach vier Spieltagen den Hut nehmen. Bisher bekamen nur vier Trainer innerhalb einer Regular Season weniger Zeit bis sie gekündigt wurden, wodurch sich Allen nun auf den 5. Platz dieser unrühmlichen Liste einordnet.

Eigentlich war es aber nur eine Frage der Zeit, bis Allen seinen Stuhl räumen musste. Seit seinem Antritt 2012, gelangen ihm lediglich acht Siege bei 28 Niederlagen. Das verlorene Match in London war saisonübergreifend bereits die zehnte in Serie.

Die Saison der Raiders zu retten, scheint zum gegebenen Zeitpunkt fast ein Ding der Unmöglichkeit. Kandidaten für diese "Mission Impossible" könnten Tony Sparano, Greg Olson oder auch Jon Gruden sein. Letzterer wäre wohl die Wunschlösung in Oakland, da Gruden eine enge Freundschaft mit Raiders-Besitzer Mark Davis pflegt. Sporano und Olsen befinden sich aktuell im Coaching-Staff der Raiders, wären aber nur eine Notlösung, bis die Saison vorbei ist.

Fraglich ist, ob General Manager Reggie McKenzie Sympathisant der Variante Gruden ist, da dieser wohl seinen Abgang fordern wird. Generell wird sich erst zeigen, ob McKenzie im Boot bleiben darf, da er für die Kaderzusammenstellung und den Draft verantwortlich zu machen ist. Es ist ihm zwar gelungen, die angespannte finanzielle Situation der Raiders zu entschärfen, die dabei getätigten Spielerverpflichtungen gingen aber oftmals ziemlich daneben. Kein Coach wird begeistert sein, mit diesem doch recht aussichtslosen Team auf Punktejagd zu gehen. Das Sieg-Niederlagen-Verhältnis von Dennis Allen ist unter anderem auch ein Spiegelbild der Kaderplanung von McKenzie.

Groß sind die aktuellen und zumindest kurzfristigen Perpektiven in Oakland nicht, umso spannender wird es, er sich diesen Job antut. Ohne einen Genieblitz wird aber auch der neue Coach nicht verhindern, dass es für die Raiders die bereits 10. Saison seit 2003 wird, in der sie mindestens elf Niederlagen kassierten.

Update: Mittlerweile haben die Raiders Tony Sparano zum interimistischen Head Coach bestellt.

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