Johnny „Frito-Dorito“: Manziel macht Druck auf Texans

Quarterback Johnny Manziel erklärt den Houston Texans über die Medien, warum er der erste Pick im kommenden NFL Draft sein sollte.

Verfasst am 15.02.2014 um 13:45
von Walter Reiterer (@footballaustria)

Zu einer ungewöhnlichen Art der Selbstbewerbung griff der ehemalige Texas A&M Quarterback Johnny Manziel. Er möchte ab sofort nicht mehr „Johnny Football“ gerufen, sondern als kommender NFL Quarterback mit seinem vollen Namen angesprochen werden. Und er richtete den Houston Texans über die Tageszeitung Houston Chronicle aus, dass sie besser ihn als ersten Pick im NFL Draft (8. - 10. Mai, New York) auswählen sollten.

Er wäre nicht nur ein waschechter Texaner, sondern auch die Lösung der vakanten Probleme auf der Quarterback-Position Houstons. Alles andere wäre, so Manziel „die schlechteste Entscheidung, die sie je getroffen haben.“ Manziel geht widrigenfalls dann davon aus, dass er als Nummer 3 Pick Overall an die Jacksonville Jaguars geht. „Ich wäre damit in ihrer Division und würde zwei Mal im Jahr gegen sie spielen.“ Nicht zu übersetzen ist sein letzter Satz: „Sorry, but you just turned that chip on my shoulder from a Frito into a Dorito.“

Ein Texaner für Texas
Zuvor schon machte Manziel aus seinen Präferenzen für Houston keinen Hehl: „Ich will ihnen sagen, dass ich ich ohne Zweifel und mit hundertprozentiger Sicherheit ihr Mann bin. Ich möchte, dass vom Portier des Reliant Stadiums, über das Front Office, bis hin zu Besitzer Bob McNair alle sagen: Johnny Manziel ist der Mann, von dem wir wollen, das Gesicht unseres Programms zu sein. Wir möchten, dass der Junge aus Texas auch in Texas bleibt und Texas führt.“

Starke Ansagen von jemanden, von dem es gar nicht mal als gesichert gilt, dass er überhaupt in der ersten Runde gepickt wird. Geographische Nähe spielt in den Überlegungen der NFL Teams eine eher untergeordnete Rolle, dazu kommen Manziels bekannte Off-The-Field Issues und auch seine sportlichen Qualitäten werden von so manchen Kommentatoren und Coaches in Zweifel gezogen, die in Manziel die Gefahr eines „Tebow II“ lauern sehen.

Ob ihm diese Aussagen zu einem Job bei den Texans, die darauf übrigens (noch) nicht reagiert haben, verhelfen werden, ist dazu fraglich. Zu viel Selbstsicherheit könnte auch als Abgehobenheit interpretiert werden.

Seine Leistungen und am College sprechen jedoch eine deutliche Sprache für ihn. Der Heisman Trophy Gewinner von 2012 warf in den vergangenen zwei Saisonen für 7.820 Yards und 63 Touchdowns bei nur 22 Interceptions. Dazu kommen noch satte 2.169 Rushing Yards und 30 weitere Touchdowns.

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