In der sechsten Ausgabe seiner Kolumne „Long Snap“ dreht sich für Philipp Eitzinger alles um die aktuellen Leistungen der New Orleans Saints.

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Philipp Eitzinger (@PEitzinger)

Mit Sean Payton kam auch der Erfolg zurück nach New Orleans. (Foto © Phil Ellsworth / ESPN Images)

Man kann nicht genug wertschätzen, was man hat, bis man es nicht mehr hat. "Wie wahr", werden sich die Fans der New Orleans Saints gedacht haben, als sie mitansehen mussten, wie massiv ihr Team abstürzte, wie dramatisch der Unterschied war, als letzte Saison als Folge von "Bountygate" eine ganze Stange von Leuten suspendiert wurde - allen voran natürlich Head Coach Sean Payton.

Wen es eines letzten Beweises dafür gebraucht hat, wie wichtig Payton für diese Franchise ist, muss man sich nur die ersten vier Wochen dieser Saison ansehen: Vor exakt 12 Monaten waren die Saints bei 4 Pleiten aus 4 Spielen (bei fast 33 zugelassenen Punkten pro Spiel). Und nun? Verramschten Drew Brees und Co. die bis dahin noch ungeschlagenen Miami Dolphins ohne nennenswerte Mühe 38:17, cruisen ohne Niederlage in der NFC South vorneweg.

Von der wieder gefundenen Stabilität im Umfeld und dem gefinkelten Playcaller Payton an der Seitenlinie profitiert natürlich auch Drew Brees. Mister Monday Night. Denn für den 34-Jährigen war es der neunte Monday-Night-Sieg in Folge - die drittlängste Serie ever (hinter Raiders-QB Stabler in den 70ern und 49ers-QB Young in den 90ern). Auf Brees kann man sich immer verlassen, umso mehr, wenn alle Augen auf ihn gerichtet sind.

Was natürlich auch ein heftges Signal an die Konkurrenz ist. Vorne werden wieder nach Belieben Yards gewonnen und Punkte gemacht, hinten unter dem neuen Defensive Coordinator Rob Ryan so wenig zugelassen wie gefühlt seit der Stummfilmzeit nicht mehr, und es sollte nicht verwundern, sollte man auch am Sonntag die Bears erlegen. Was müssen sich dann die anderen denken, in der NFC? Die Seahawks, die stark sind, aber eben auch unerfahren. Die 49ers, wo Colin Kaepernick merkt, dass nicht immer alles leicht von der Hand geht. Die Packers, die bei 1-2 sind und nun die gut gestarteten Lions empfangen.

Natürlich: Es ist erst ein Saisonviertel um. Das reichte den Saints und Mr. Monday Night, Drew Brees, völlig aus, um allen unmissverständlich zu zeigen: Wir sind wieder da!