Denver Broncos @ St. Louis Rams

7 0 Q1 10 22
7 Q2 3
0 Q3 3
0 Q4 6

St. Louis überrascht erneut gegen Denver

Da staunte Broncos Head Coach John Fox nicht schlecht, wie sich die Rams präsentierten. (Foto © Scott Clarke / ESPN Images)

Die Seattle Seahawks und die San Francisco 49ers mussten schon daran glauben. Nun sind die Denver Broncos das nächste prominente Opfer der St. Louis Rams. Beim 22:7-Heimsieg der Rams bestach nicht nur die bombensichere Defensive, sondern auch der wieder eingesetzte Quarterback Shaun Hill. Gemeinsam mit Kenny Britt, der einen Touchdown und 128 Receiving Yards produzierte, wirbelte der routiniertere der zwei Rams-QBs die Broncos Defensive auf und führte sein Team zum nächsten Überraschungserfolg. Peyton Manning konnte zwar 389 Passing Yards und einen Touchdown passen, wurde aber auch zu zwei Interceptions gezwungen. So gut wie niemand hat mit diesem Ausgang des Spiels gerechnet, aber genau deswegen ist die NFL so herrlich, unberechenbar und spannend.

Einer, der vielleicht den größten Anteil am Sieg hatte, wurde noch nicht erwähnt. Kicker Greg Zuerlein brachte sein Team, mit seinem ersten von fünf Field Goals, einen ersten Schritt in Richtung Sieg. Und die Rams sollten auch so weiter machen, denn Punkte für Denver waren nicht zu haben. Hill mit einem spektakulären Pass über 63 Yards zu Kenny Britt und dieser nutzte diese tolle Möglichkeit zum 10:0 für die Gastgeber.

Nachdem Zuerlein das Spielgerät zum zweiten Mal zwischen die Pfosten knallte, wurde Peyton Manning das erste Mal aktiv. Ende des zweiten Drittels zeigte auch er, dass er es ansehnlich kann. Ein Pass und 42 Yards später war Emmanuel Sanders in der Endzone der Rams angekommen. Die Broncos waren im Spiel und so gut wie alle Zuseher in St. Louis ahnten nun böses. Doch umsonst, denn es sollten für das gesamte Spiel die einzigen Punkte für die Broncos bleiben. Der 10:7-Halbzeitstand für die Rams schien Spannung zu verbreiten, aber dies nur für kurze Zeit.

Anfang des dritten Viertels humpelte gerade jener Sanders verletzt vom Feld, der ein paar Lichtblicke in Halbzeit Eins hatte und neben Julius Thomas und Montee Ball einer von drei Offensivakteuren war, die nicht mehr weitermachen konnten. Wie lange das Trio ausfallen könnte, steht noch nicht fest. Auf alle Fälle beeinträchtigte diese Situation das Offensivspiel der Broncos. In der Zwischenzeit war wieder Zuerlein-Time, denn mit Ende des dritten Viertels verwertete er einen Field Goal Versuch über 22 Yards.

Manning war nicht der Manning, der er eigentlich sein sollte. So passierte ihm auch mit dem ersten Drive des abschließenden Viertels eine haarsträubige Interception, die zu einem 55 Yards Field Goal von Zuerlein führte. Und das ganze Spiel wiederholte sich noch einmal. Manning wurde von Trumaine Johnson gepicked und wenige Momente später nagelte Zuerlein sein Team mit einem Field Goal aus 53 Yards Entfernung ins Glück. Somit kam es zu der  "die einen können nicht, die anderen brauchen nicht mehr"-Situation. St. Louis ließ die Zeit gekonnt runterspielen, forcierte nun sein Laufspiel und feierte am Ende eine verdienten Sieg.

Mit diesen Überraschungssiegen kämpfen sich die Rams langsam, aber leise ein wenig in der Tabelle hinauf. Kann man diesen Aufwind mit in die letzten Wochen der Saison nehmen, so ist ein durchaus versöhnlicher Saisonabschluss noch möglich. In einer Division mit Seattle, San Francisco und Arizona ist der Playoffzug jedoch schon abgefahren. Im Gegensatz dazu wird man die Broncos mit Sicherheit in der Postseason erleben, doch man sei gewarnt. Die Kansas City Chiefs liegen nun gleichauf mit dem Team aus Denver und schwebt zurzeit auf einer fünf Spiele andauernden Siegesserie. In zwei Wochen kommt es dann zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Teams in Kansas City.

(jz)

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