Seattle Seahawks @ St. Louis Rams

26 3 Q1 7 28
3 Q2 14
7 Q3 0
13 Q4 7

Seahawks verlieren gegen trickreiche Rams

Vor allem beim Fake-Punt kurz vor Spielende zeigte Jeff Fisher sehr viel Mut, der auch belohnt wurde. (Foto © Allen Kee / ESPN Images)

Die Talfahrt des regierenden Super Bowl Champs, den Seattle Seahawks, geht immer weiter. Nach der Niederlage in der Vorwoche gegen die Dallas Cowboys musste man sich nun auch dem Divisionsrivalen aus St. Louis geschlagen geben. Obwohl man den Gegner durchaus dominierte, so kam man mit den Special Team Plays der Rams überhaupt nicht zurecht. Russell Wilson stellte zwar wieder eine neue Bestmarke auf, er warf für über 300 Yards und lief über 100 Yards, doch das alles reichte nicht aus, um die 28-26 Niederlage gegen eigentlich schwächelnde Rams zu verhindern. Spiel Eins nach Percy Harvin brachte auch nicht die gewünschte Trendänderung, die man sich schon sehnlichst wünschte.

Ein nahezu perfektes Spiel erwischte Austin Davis, Quarterback der St. Louis Rams, der 18 seiner 21 Pässe komplettierte und für 2 Touchdowns warf. Seine Completion Percentage von 81% war die bisher beste, die jemals gegen einen regierenden Champion erzielt wurde.

Zwar starteten die Gäste aus Seattle mit einem Hauschka Field Goal gut in die Begegnung, jedoch merkte man, dass nicht alles rund lief für das Team von Pete Carroll. Vor allem die so hochgelobte Legion of Boom wird ihren Ansprüchen zurzeit überhaupt nicht gerecht. Rams Runningback Tre Mason erzielte in weiterer Folge den ersten Touchdown seiner Karriere. Auch sein Kollege Benny Cunningham, zuvor hatte er schon mit einem 75 Yards Kickoff Return den Mason Touchdown mustergültig vorbereitet, durfte nur wenige Momente später jubelnd abdrehen, als er einen Pass von Davis über 5 Yards in die Endzone beförderte. Die Seahawks waren nun komplett von der Rolle und das dürfte wohl auch der Grund gewesen sein, warum man beim folgenden Punt Return der Rams komplett orientierungslos schien. Seattle glaubte nämlich, dass ein anderer Spieler auf der Gegenüberseite den Punt returnen würde, dabei war es Steadman Bailey, der daraufhin keine Probleme hatte, die 90 Yards bis in die Endzone zurückzulegen. Mehr als ein weiteres Hauschka Field Goal war für die Gäste nicht drinnen. 21-6 lautete somit der Halbzeitstand für das Team aus St. Louis. Die Überraschung war greifbar nahe.

Doch Seattle steckte nicht auf und kam am Anfang des dritten Viertels durch einen Wilson Touchdownlauf zum ersten vollen Score in dieser Partie. Man roch nun Lunte und attackierte weiter voll. Auch die Defensive ließ nun weniger zu und war somit mitverantwortlich für die Aufholjagd. Cooper Helfet war nach einem Pass Wilson zur Stelle und das Spiel wurde somit immer knapper und wieder spannend. Die anschließende Two Point Conversion wurde aber nicht erfolgreich abgeschlossen.

St. Louis war somit wieder unter Zugzwang. Man musste dem Druck der Seahawks irgendwie standhalten. Und dies taten sie in eindrucksvoller Manier. Davis auf Tight End Lance Kendricks und der Vorsprung wurde wieder um sieben Punkte vergrößert. Dass Doug Baldwin die Führung kurz vor Ende noch einmal auf 2 Punkte schmelzen ließ, beeindruckte die Heimischen ganz und gar nicht. Denn bei einem vierten Versuch der Rams, spielte man zwar wieder mit dem Feuer, doch die Special Teams sollten in diesem Spiel das Zünglein an der Waage sein. Punter Johnny Hekker setzte urplötzlich zu einem Passversuch an und komplettierte diesen auch über 18 Yards. Somit konnte ein neues First Down erzielt und in weiterer Folge die Uhr runter gespielt werden.

Die Sensation war perfekt, die Seahawks wurden von den Rams bezwungen. Man wird sehen, wie man im Lager der "Hawks" mit dieser Niederlagenserie umgeht. Es wird auf keinen Fall einfacher, da Arizona konstant spielt und bisher nur eine Niederlage zu Buche stehen hat. Die direkten Duelle stehen aber immerhin noch an. In diesen Begegnungen kann man den Schaden auf jeden Fall noch begrenzen.

(jz)

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