Indianapolis Colts @ Houston Texans

33 24 Q1 0 28
3 Q2 14
6 Q3 7
0 Q4 7

Divisionsführung für Colts nach Sieg über Texans

Mit 223 Yards und einem Touchdown zeigte T.Y. Hilton ordentlich auf. (Foto © Scott Clarke / ESPN Images)

Mit dem 33:28-Auswärtssieg der Indianapolis Colts über die Houston Texans holte man nicht nur den vierten Sieg in Serie, sondern auch die alleinige Führung in der AFC South. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten und Problemchen ist man im Lager der Colts nun wieder voll auf Spur. Herausragend dabei wieder das Duo Luck-Hilton, das der Texans Defense einen langen und arbeitsreichen Abend bescherte. Andrew Luck wurde zwar einmal intercepted und verlor einen Fumble, warf aber für starke 370 Yards und drei Touchdowns. In den letzten Wochen mauserte sich T.Y. Hilton zu Lucks favorisierter Anspielstation. In diesem Spiel harmonierten Quarterback und Wide Receiver prächtig - ein Touchdown und 223 Receiving Yards sprangen für Hilton dabei heraus. Auf der anderen Seite waren es, wieder einmal, J.J. Watt und der wieder erstarkte und vermeintlich voll fitte Arian Foster, die das Team von Bill O'Brien am Leben und die Begegnung spannend hielten. Am Ende des Spiels war es für die Texans sogar möglich, das Match zu drehen - Turnover kosteten ihnen schlussendlich aber doch den Sieg.

Die Indianapolis Colts starteten furios in die Partie. Der erste Drive des Teams von Coach Chuck Pagano endete mit einem 27 Yards Field Goal von Adam Vinatieri. Somit folgte ein Kickoff der Colts, für den aber nicht Kicker Vinatieri, sondern Punter Pat McAfee zuständig war. Und dieser packte einen Kickoff der Extraklasse aus. Die Special Teamer der Texaner standen etwas zu tief, McAfee überzuckerte die Situation blitzschnell, überraschte so ziemlich alle mit einem Onside Kick und recoverte den Ball selbst. Der Ballbesitz blieb also bei Indianapolis.

Mit dieser guten Feldposition konnten die Colts auch einiges anfangen, denn nur kurze Zeit später lief Trent Richardson über die Goal Line zur 10:0-Führung. Doch das war im ersten Viertel noch lange nicht alles. Nach einem kurzen ersten Auftritt von Ryan Fitzpatrick und der Houston Offensive kam wieder Andrew Luck aufs Feld und führte sein Team tief in die Endzone. Auch dieser Drive resultierte wieder in einem Touchdown, diesmal vom anderen Runningback, Ahmad Bradshaw

Man könnte fast meinen, dies wäre genug Action für die gesamte erste Halbzeit, doch noch war nicht einmal das erste Viertel fertig gespielt. Houston hatte weiterhin Probeme ihre Offensive ins Laufen zu bekommen und somit wechselte im ersten Viertel noch einmal der Ballbesitz. Auch damit wussten die Colts zu überzeugen. Luck auf seinen Stanford Kollegen Coby Fleener und es stand auf einmal 24:0 für die Gäste.

Sichtlich geschockt starteten die Gastgeber ins zweite Viertel, konterten aber dennoch perfekt mit einem Touchdown durch Andre Johnson - der erste des Altmeisters in dieser Saison - und einem weiteren von Arian Foster kurz vor der Halbzeitpause. Doch Vinatieri durfte auch noch einmal ran und machte aus der Begegnung wieder ein Two Score Game. Mit 13 Punkten Rückstand ging es für die Heimischen also in die Katakomben des NRG Stadiums. Es war keine berauschende Leistung, trotzdem konnte man zumindest Schadensbegrenzung betreiben und ein wenig Hoffnung in den zweiten Spielabschnitt mitnehmen.

Scheinbar dürfte Headcoach Bill O'Brien in der Halbzeitansprache die richtigen Worte gefunden haben, denn die Texans starteten wie aus der Pistole geschossen und verkürzten, durch einen kurzen Lauf von Arian Foster in die Endzone, auf einmal auf 27:21. Foster, der insgesamt auf zwei Touchdowns und 109 Rushing Yards kam, scheint immer mehr an seine Leistungen von vor 2-3 Jahren anknüpfen zu können. Es schien fast so, als wären sich die Colts über den Sieg in diesem Spiel eine Spur zu sicher gewesen und die Texans schlossen langsam auf. Doch noch rechtzeitig traten aber wieder die Protagonisten des Spiels in den Vordergrund. Luck auf Hilton und der Ausgang sollte eigentlich jedem schon bekannt sein. Ein Spielzug über 33 Yards führte zum nächsten spektakulären Play und zur ersten Touchdownkombination des kongenialen Duos am diesem Abend.

Und ja, eingangs wurde wieder einmal der Name J.J. Watt erwähnt. Watt, der in dieser Saison schon zwei Touchdowns erzielen konnte, war nun bereits zum dritten Mal erfolgreich. Einen Fumble von Luck konnte der "eigentliche" Pass Rusher bis in die Endzone retournieren. So wurde das Spiel, knapp acht Minuten vor Ende und bei Ballbesitz Houston, noch einmal zum Thriller. Und es wäre für das Heimteam viel mehr drin gewesen, wären Andre Johnson und Ryan Fitzpatrick nicht solche Missgeschicke passiert. Die beiden fumbelten nämlich und gaben den Ball somit an den Gegner ab.

Die Gäste aus Indianapolis hatten also keine Schwierigkeiten mehr, die Partie nach Hause zu spielen und nehmen einen wichtigen Sieg gegen einen Divisionsrivalen mit. Den Heimischen lag das erste Viertel sicherlich schwer im Magen, doch mit Fortdauer der Begegnung kämpfte man sich eindrucksvoll zurück und hatte am Ende sogar noch eine kleine Chance auf den Sieg. Alles in Allem war es eine unterhaltsame Partie, in der schlussendlich wohl doch das reifere Team als Sieger vom Platz gehen konnte.

(jz)

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