New Orleans Saints @ Dallas Cowboys

17 0 Q1 7 38
0 Q2 17
3 Q3 7
14 Q4 7

Cowboys revanchieren sich für letztes Jahr

DeMarco Murray spielte mit 24 Läufen für 149 Yards und 2 Touchdowns wieder groß auf. (Foto © Scott Clarke / ESPN Images)

Mit dem 38:17-Sieg der Dallas Cowboys über die New Orleans Saints ist dem Team von Coach Jason Garrett die perfekte Revanche für die Sunday Night Niederlage vom Vorjahr geglückt. Damals waren es das Laufspiel und eine solide Defensivleistung der Saints, die den Unterschied gemacht hatten. Genau dieselben Komponenten waren es heuer auch - jedoch beim anderen Team. Vor allem Cowboys-RB DeMarco Murray drückte dem Spiel einmal mehr seinen Stempel auf, denn mit insgesamt 149 Rushing Yards und zwei Touchdowns fertigte er die Saints Defense quasi im Alleingang ab. Aber auch die Leistung von Tony Romo muss hier erwähnt werden. Seine Rückenoperation dürfte längst vergessen sein - mit punktgenauen Pässen und leichtfüßigen Antritten absolvierte auch er ein starkes Spiel. Mittlerweile schon auffällig ist das Problem der Saints, Auswärtsspiele erfolgreich zu bewältigen. Von insgesamt vier Spielen trat man drei Mal auswärts an und verlor. Außerdem war es das erste Mal seit der Saison 2011, dass in der ersten Halbzeit kein einziger Punkt verbucht werden konnte. Die Alarmglocken läuten längst, denn die Saison könnte schneller vorbei sein, als einem lieb ist.

Bereits im ersten Drive konnten die Heimischen aus Dallas punkten. Nach mehreren einfachen, aber effektiven Spielzügen war es ein Pass von Tony Romo auf Terrance Williams, der die Fans im AT&T Stadium zum ersten Mal jubeln ließ. In dieser Gangart machte man auch weiter, denn die Offense rund um Drew Brees brachte nichts Verwertbares aufs Scoreboard. 

An dieser Stelle erwähnenswert ist aber auch die Verletzung von Morris Claiborne. Als er im Laufe der Woche erfuhr, dass er für dieses Spiel keine Starterrolle bekleiden dürfe, brach er wütend das Training ab und verschwand vom Trainingsgelände. Letztlich durfte er doch auflaufen und wie hätte es anders kommen sollen: Er verletzte sich bei einer Aktion mit Kenny Stills am Knie und musste das restliche Spiel aussetzen.

Nachdem Dan Bailey einen Field Goal Versuch zum 10:0 verwertet hatte, war auch schon "DeMarco Murray-Time". Der Runningback der Cowboys, der seine Gegenspieler wie Slalomstangen austanzte, war zum ersten Mal an diesem Abend erfolgreich. Diesem Murray-Touchdown ging jedoch eine Brees-Interception tief in der Saints-Spielhälfte voraus. Bemerkenswerte Randnotiz zu Murray: Er war selbst nach allen Sonntags-Frühpartien und vor dem Sunday Night Spiel Führender in allen Rushing-Statistiken und baute seinen Vorsprung mit einer weiteren glanzvollen Leistung weiter aus. 

Mit einem Pass von Romo auf Williams in die Endzone baute das Heimteam die Führung noch vor der Halbzeitpause auf komfortable 24 Punkte aus. Ein sichtlich bedientes Brees-Payton-Duo beschritt somit den schweren Gang in die Halbzeit.

Mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte versuchten die Saints dann Schadensbegrenzung zu betreiben und starteten mit einem Drive, der zu einem Field Goal Treffer von Shayne Graham führte. Man hatte nun endlich angeschrieben und wollte sich mit dem kleinen Funken Hoffnung nochmal in die Begegnung zurückkämpfen. Doch jegliche Bemühungen waren, aufgrund des folgenden Touchdowns vom äußerst agilen DeMarco Murray, vergebens. Aufgrund des doch eher einseitigen Spielstands durfte auch Cowboys-Backup-RB Joseph Randle sein Können zeigen und machte seinen Job gegen die immer weiter zerfallende Saints Defense recht gut.

Mit der sicher scheinenden Führung der Cowboys ließ es die Offense nun ein wenig gemütlicher angehen. Die Saints wiederum versuchten ihr Glück nun immer öfter im Passspiel und erarbeiteten sich zwar eine gute Feldposition, ein Fumble von Jimmy Graham machte die Bemühungen allerdings zunichte. Trotzdem konnte noch zwei Mal gescored werden. Die beiden Tight Ends Josh Hill und der eben erwähnte Graham konnten innerhalb kurzer Zeit, jeweils nach Pässen von Brees, auf 31:17 verkürzen. Bei noch knapp neun zu spielenden Minuten war es also kein Ding der Unmöglichkeit, dieses Spiel noch einmal so richtig spannend und knapp zu gestalten. Was allerdings ein Ding der Unmöglichkeit war: Punter Thomas Morestead als Passgeber zu installieren. Mit einem Fakepunt mit Morestead als Quarterback wollte Coach Sean Payton die Gegner aus Dallas überraschen, was jedoch völlig in die Hose ging und der "Punting-Quarterback" konnte den Ball nicht mehr abspielen bevor er zu Boden gebracht wurde.

Und ach ja: die Cowboys haben auch noch einen Receiver namens Dez Bryant in ihren Reihen. Der Top-Wideout war bis dato von Keenan Lewis genau bewacht worden, doch auch er durfte einmal ran. Mit einem Touchdown-Pass von Romo auf Bryant war die Partie nun aber endgültig entschieden worden. Dass den Saints mit ihrem letzten Angriffsversuch noch ein Turnover passierte - Travaris Cadet fumbelte einen Ball nach einem Pass von Brees - ist für den Spielverlauf nun eher unwichtig.

Eine eindrucksvolle Vorstellung der Dallas Cowboys also, die somit auch die Führung in der NFC East - gemeinsam mit den Philadelphia Eagles - inne haben. Mit einem dauerhaft fitten DeMarco Murray und einem solide spielenden Tony Romo könnte für die Texaner in der heurigen Saison noch so Einiges möglich sein. Für die Saints wird es allerdings langsam Zeit, auf die Erfolgsspur zurück zu kehren - denn allein mit Heimsiegen, bekommt man kein Ticket für die Post-Season.

(jz)

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