Green Bay Packers @ Seattle Seahawks

16 7 Q1 3 36
3 Q2 14
0 Q3 5
6 Q4 14

Saisonstart mit Paukenschlag

Marshawn Lynch und Russell Wilson bildeten wieder ein unwiderstehliches Duo. (Foto © Scott Clarke / ESPN Images)

Das CenturyLink Field bebte, als die Fans den Super Bowl Sieger auf der Mitteltribüne frenetisch feierten und ihre Champions-Fahne am Stadiondach der Öffentlichkeit präsentierten. Doch damit nicht genug, die Seattle Seahawks demütigen Green Bay beim Saisonauftakt und schickten diese mit einer 36:16 Niederlage wieder nach Wisconsin.

Seahawks-Kicker Steven Hauschka war für die ersten Punkte in der Saison 2014 zuständig, nachdem er den Ball aus 35 Yards in gewohnter Manier  zwischen die Pfosten versenkte. Das Heimteam ging somit gleich mit dem ersten Drive in Führung.

Die Rolle des neuen Puntreturner im Seattle-Trikot hatte Earl Thomas inne und genau dieser stand bei seinem zweiten Puntreturn im Mittelpunkt. Richard Sherman stieß einen Gegenspieler genau in dem Moment in Thomas, als dieser den Ball fangen wollte. In einem Haufen von Spielern eroberte schließlich Ha Ha Clinton-Dix das Leder und sicherte damit in der Redzone den Ballbesitz für Green Bay. Der daraus resultierende zwei Yards Touchdown-Lauf durch John Kuhn war nur mehr Formsache.

Doch die Antwort des Heimteams sollte postwendend folgen. Angeführt von einem starken Russell Wilson war man dank zweier 33 Yards Pässe rasch wieder in der Endzone und ging erneut in Front. Mit einem schönen Read Option Spielzug ließ man die Packers-Abwehr völlig ins Leere laufen und Receiver Ricardo Lockette hatte reichlich Platz, um fast spielerisch über die Goalline zu traben [›ansehen]. Packers Rookie Clinton-Dix stellte dabei keine wirklich große Hürde dar und konnte die 10-7 Führung der Heimischen nicht mal in Ansätzen verhindern.

Nachdem Mason Crosby im anschliessenden Drive per 23 Yards Fieldgoal auf 10-10 stellte, meldete sich erstmals Marshawn Lynch zu Wort. Mit einem wuchtigen Lauf über 24 Yards legte er den Grundstein für den folgenden Touchdown, bei dem er innerhalb von neun Yards gleich drei Tackles brach.

Bis zur Halftime sah es für die Cheeseheads mit einem sieben Punkte Rückstand noch nach einer lösbaren Aufgabe aus, doch innerhalb von wenigen Minuten wendete sich das Blatt endgültig. Zunächst rutschte Jordy Nelson ein Rodgers-Pass durch die Finger und landete genau in den Armen von Byron Maxwell [›ansehen]. Diese Interception wandelte wiederum Hauschka in drei Punkte um.

Sieben Minuten später konnte sich Michael Bennett viel zu einfach gegen die Packers-Abwehrreihe durchsetzen und den Ball von Aaron Rodgers freischlagen. Zwar konnte der Fumble vom eigenen Spieler gesichert werden, doch bedeutete die Eroberung in der eigenen Endzone einen Safety und somit weitere zwei Punkte [›ansehen].

Der vor dem Spiel schwer einzuschätzende Zustand von Lynch konnte Anfang des vierten Viertels endgültig richtig eingeordnet werden. Mit seinem zweiten Touchdown- Lauf avancierte er gemeinsam mit Percy Harvin zum Matchwinner.

Das Rodgers zum Ende des Spiels per drei Yards Touchdown Pass zu Randall Cobb noch seine Visitenkarte abgab, änderte nichts an der Aussagekraft der Begegnung. Zumal Derrick Coleman nach einem 15 Yards Pass von Wilson für einen angemessenen Endstand sorgte.

Der regierende Super Bowl Champ hat scheinbar nichts an seiner Stärke eingebüßt. Viel mehr konnte man die Angst in den Augen der Packers sehen. Die Legion of Boom zerpflückte die O-Line: eine Interception, ein forced Fumble und drei Sacks sind nur Kerninformationen. Und Richard Sherman sah keinen einzigen Pass auf seiner linke Seite - soviel zum vorhandenen Respekt gegenüber des Cornerbacks.

Lynch und Harvin überranten unter der Führung von Wilson die Defensive-Line von Green Bay. 398 zu 255 Offensive Yards zeigen deutlich die Überlegenheit des Titelverteidigers. Alles in Allem zeigten die Seahawks auf, wie löchrig der Käse auf beiden Seiten der Cheeseheads ist. Zu allem Überfluss verlor Green Bay auch noch Eddie Lacy mit einer Gehirnerschütterung und wird auf ihn einige Wochen verzichten müssen.

(tg)

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